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Hausmittel gegen Nagelpilz

Die Nebenwirkungen der Medikamente, die bei der Behandlung von Nagelpilz eingesetzt werden, sind teilweise enorm. So wird die Leber stark belastet. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte oder aus gesundheitlichen Gründen nicht kann, sollte einmal die Hausmittel versuchen, die im Kampf gegen Nagelpilz durchaus schon Erfolge verzeichnet haben.

Wichtig ist Geduld, denn die Behandlung zieht sich über einige Monate hin. Zeigt sich keinerlei Erfolg, ist der Besuch beim Arzt aber verpflichtend. Denn abgesehen davon, dass ein Patient mit Nagelpilz sich selbst und andere immer wieder infiziert, kann die Erkrankung sogar auf die inneren Organe schlagen.

Bekannte Hausmittel gegen Nagelpilz

Ein Mittel, welches bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt wird und immer wieder gute Erfolge zeigt, ist Teebaumöl. Es handelt sich dabei um ein Allround-Heilmittel, das zum Beispiel bei Akne ebenso eingesetzt wird, wie eben bei der Behandlung von Nagelpilz. Hier kommt insbesondere die Kombination des Öls mit Lavendelöl in Betracht. Je ein halber Teelöffel voll der beiden Öle wird vermischt und auf einen Wattebausch gegeben. Nun können die betroffenen Nägel damit eingetupft werden. Wichtig ist, auch die umliegenden Hautareale mit dem Mittel zu behandeln, denn hier können sich ebenfalls Pilze befinden. Die Behandlung sollte zwei- bis dreimal pro Tag stattfinden und erstreckt sich über rund zwei Wochen. Erfahrungsberichte gehen allerdings von einer teilweisen längeren Behandlung aus, wenn mehrere Nägel betroffen sind. Erreicht wird eine pilzabtötende Wirkung, die zudem antibiotisch ist. Damit werden Pilze vernichtet und die umgebende Haut wird vor Entzündungen geschützt.

Ebenfalls bekannt als Hausmittel gegen Nagelpilz ist die Behandlung mit Apfelessig. Die Füße mit den befallenen Nägeln sollten dabei einmal pro Tag für etwa eine Viertelstunde in ein Bad aus warmem Wasser und Apfelessig getaucht werden. Auch diese Behandlung erstreckt sich über rund zwei Wochen. Danach sollten die Nägel mit dem Fön getrocknet werden, damit sie tatsächlich richtig trocken sind und keine Feuchtigkeit im Nagel zurückbleibt.

Ein gutes Hausmittel gegen Nagelpilz ist Wasserstoffperoxid

In der Apotheke ist ein anderes Mittel zu bekommen: Wasserstoffperoxid. Dieses wird nach dem Baden auf die erkrankten Nägel aufgetragen und soll eine erneute Infektion verhindern.

Auch andere Öle können wirksam gegen Nagelpilz eingesetzt werden. So wird das Oreganoöl auf die kranken Nägel aufgetupft und soll antiseptisch und antibakteriell wirken, dazu natürlich pilzabtötend. Einmal pro Tag für zwei Wochen aufgetragen ist ausreichend. Eine ähnliche Wirkung wird mit Olivenöl erreicht, hier sollte die Behandlung allerdings zweimal pro Tag stattfinden, wobei das Öl für rund zehn Minuten einwirken gelassen wird.

Backpulver ist ein weiteres Allround-Talent als Hausmittel gegen Nagelpilz. Die Füße sollen mit einer Mischung aus Backpulver und Wasser eingerieben werden. Damit soll es möglich sein, das Pilzwachstum einzudämmen. Auch in die Schuhe sollte Backpulver gestreut werden, dies hat eine vorbeugende Wirkung.

Zuletzt sei das Bittersalz erwähnt. Die betroffenen Füße sollten für zwei Wochen einmal pro Tag in eine Bittersalz-Lösung gehalten werden. Dies wird sogar von Podologen empfohlen.

Etwaige Nebenwirkungen

Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben, das dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. So kann es zum Beispiel durch den Hautkontakt mit Ölen zu Nebenwirkungen kommen, wie das beispielsweise beim Teebaumöl der Fall ist. Sehr empfindliche Personen können mit Hautreizungen, die sich in Rötungen und Juckreiz äußern, reagieren. Hier ist Vorsicht geboten, denn bei einem ständigen Kontakt mit dem Mittel, welches eine Nebenwirkung erkennen lässt, kann sich eine Überreaktion bis hin zu einer Allergie ausbilden. Sinnvoll ist es, vor der ständigen Behandlung des Nagelpilzes mit Hausmitteln den Arzt zu befragen. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass einige Ärzte den Hausmitteln nicht allzu viel Bedeutung beimessen und an eine wirkliche Hilfe nicht glauben. Diese Mittel können aber zumindest unterstützend zu ergänzenden Behandlungsmethoden wirken.

Alternative und ergänzende Behandlungen

Als Alternative zur Behandlung des Nagelpilzes durch ein oder mehrere Hausmittel kommt die ärztliche Behandlung in Frage. Hier wird mit Medikamenten versucht, den Pilz von innen heraus abzutöten. Der Wirkstoff des Medikaments ist genau auf den jeweiligen Pilz angepasst, daher wird auch vor der Behandlung eine Nagelprobe genommen. Der Wirkstoff lagert sich im Nagel ein und dieser kann gesund auswachsen. Die Behandlung zieht sich über drei Monate bis zu einem halben Jahr hin, je nachdem, wie viele Nägel bereits betroffen sind. Bis der Nagel gesund ausgewachsen ist, können aber bis zu 18 Monate vergehen. Alternativ bietet sich die Behandlung mit Lacken oder Cremes an. Diese werden auf den erkrankten Nagel aufgetragen und sollen in diesen einziehen. Sinnvoll ist es daher, so viel wie möglich vom erkrankten Nagel abzutragen, was durch Schneiden und Feilen geschieht. So kann der Wirkstoff besser durch die harte Nagelplatte dringen. Vor allem, wenn sich die Behandlung auf einen oder wenige Nägel beschränkt, kann dies eine sinnvolle Behandlung sein.

Die ärztliche Behandlung der kranken Nägel kann auch ergänzend zur Anwendung der Hausmittel durchgeführt werden.

Letzte Aktualisierung am 21.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API