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Behandlung von Nagelpilz

Wann ist eine Behandlung von Nagelpilz notwendig? Ein Nagelpilz muss behandelt werden, denn ohne eine entsprechende Behandlung bildet er sich in aller Regel nicht wieder von alleine zurück. Das Ziel der Therapie besteht darin, den Pilz vollständig von der Nagelplatte zu entfernen.

Nagelpilz BehandlungDabei lässt sich Nagelpilz durchaus effektiv heilen. Allerdings erfordert die Behandlung Geduld, denn es dauert oft mehrere Monate, bis der betroffene Nagel wieder gesund nachgewachsen ist. Der konkrete Ablauf der Behandlung wird zum einen davon bestimmt. Ebenso welche Bereiche in welchem Ausmaß von Nagelpilz befallen sind, und zum anderen davon, welcher Pilz der Verursacher ist. Meistens verursachen Dermatophyten, eine Fadenpilzart, Nagelpilz, aber auch Hefepilze, Schimmelpilze oder eine Kombination aus mehreren Pilzen können verantwortlich sein. Je nach Verursacher wird daher entweder mit einem Präparat behandelt, das gezielt gegen einen bestimmten Erreger wirkt, oder mit einem sogenannten Breitbandmykotikum. Dahinter verbirgt sich ein Präparat, das durch sein breites Wirkungsspektrum mehrere Erreger bekämpft.

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Die lokale Behandlung von Nagelpilz

Der medizinische Fachausdruck für Nagelpilz lautet Onychomykose und bei leichten Formen findet häufig eine örtliche Behandlung statt. Diese auch als lokale oder topische Therapie bezeichnete Behandlungsform kommt vor allem dann in Frage, wenn nur einzelne Nägel betroffen sind, die Nagelwurzel nicht angegriffen ist und die Nägel nicht vollständig befallen sind. Im Zuge der Behandlung werden spezielle Nagellacke und Cremes unmittelbar auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Diese Präparate enthalten Wirkstoffe wie beispielsweise Amorolfin oder Ciclopirox und sind in der Apotheke ohne Rezept erhältlich. Hat der Nagelpilz mehrere Nägel angegriffen, ist es außerdem möglich, die Nägel zusätzlich mit speziellen Salben zu behandeln. Durch Wirkstoffe wie Kalium jodatum oder Harnstoff weichen und lösen die Salben die Nägel auf, die anschließend mit antimykotischen Nagellacken weiterbehandelt werden.

Die systemische Behandlung von Nagelpilz

Anders als früher werden heute von Nagelpilz betroffene Nägel nur noch in Ausnahmefällen chirurgisch entfernt. Das chirurgische Entfernen ist nämlich nicht nur schmerzhaft, sondern kann Verletzungen verursachen, durch die das Infektionsrisiko steigt. Bei schwereren Formen von Nagelpilz und vor allem dann, wenn die Nagelwurzel bereits befallen ist, reicht eine örtliche Behandlung allerdings vielfach nicht aus. Stattdessen wird eine systemische Behandlung erforderlich, um alle Pilzsporen zu entfernen. Bei der systemischen Behandlung werden verschreibungspflichtige Medikamente in Form von Tabletten oder Injektionen verabreicht. Als Wirkstoffe gegen den Nagelpilz kommen dabei Wirkstoffe wie Terbinafin, Fluconazol bei einem Befall durch Hefepilze oder Itroconazol, wenn Hefe-, Schimmel- oder mehrere Pilze beteiligt sind, zum Einsatz. Zusätzlich zu der systemischen Behandlung wird aber üblicherweise auch eine lokale Therapie mit antimykotischen Cremes oder Nagellacken durchgeführt. Daneben kann sich auch die Anwendung von Salben, die die Nägel aufweichen und auflösen, positiv auf die Heilung auswirken.

Unterstützende Maßnahmen während und nach der Behandlung

Die Behandlung von Nagelpilz ist oft recht langwierig und bis der betroffene Nagel wieder völlig gesund nachgewachsen ist, können mehrere Monate vergehen. Eine sorgfältige und konsequente Behandlung ist aber sehr wichtig. Denn selbst wenn nur sehr wenige Pilzsporen zurückbleiben, kann sich der Nagelpilz erneut ausbreiten. Um das Risiko eines wiederholten Ausbruchs zu minimieren, gibt es jedoch einige Maßnahmen, die sich während und auch nach der Behandlung bewährt haben. So sollte bei Fußnagelpilz grundsätzlich auf enge, unbequeme und luftundurchlässige Schuhe verzichtet werden. Für die Auswahl von Schuhen und Socken gilt zudem, dass solche Materialien gewählt werden sollten, in denen die Füße nicht schwitzen. Außerdem ist es ratsam, die Schuhe regelmäßig zu desinfizieren. Hierfür können die Schuhe mit einer Formaldehydlösung behandelt, ein bis zwei Tage lang in einer fest verschlossenen Plastiktüte aufbewahrt und anschließend für einige Tage zum Auslüften an die frische Luft gestellt werden.

Socken, Bettwäsche und Handtücher sollten am besten bei 95 Grad Celsius, mindestens aber bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Wichtig ist zudem, ein feuchtwarmes Milieu zu vermeiden, denn hier fühlen sich Pilze besonders wohl.

Nach dem Waschen sollten die Hände und Füße daher immer gründlich abgetrocknet und im Schwimmbad oder in der Sauna Badeschuhe getragen werden. Daneben ist wichtig, die Nagelfeile oder die Nagelschere nach jedem Gebrauch mit einem Desinfektionsmittel oder Alkohol zu desinfizieren. Dabei ist bei der Maniküre oder Pediküre besondere Sorgfalt angesagt, denn schon kleine Verletzungen erhöhen die Gefahr von Nagelpilz. Zudem sollten weder Nagelfeile und Nagelschere noch Handtücher mit anderen geteilt werden. Sind in dem Haushalt auch andere Personen von Nagelpilz betroffen, sollten grundsätzlich alle behandelt werden. Ansonsten besteht nämlich das Risiko, dass sich die Haushaltsmitglieder immer wieder gegenseitig anstecken.

Letzte Aktualisierung am 15.12.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API